10. Der Kleine Ring
10. Der Kleine Ring

10. Der Kleine Ring

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Piața Mică, Sibiu, Romania

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Unter dem Ratturm hindurch kommen Sie auf den Kleinen Ring. Die Südseite des Kleinen Rings ist auf dem zweiten Bering gebaut und hat die Form eines Halbmonds. Als die Befestigungsanlage erweitert wurde, wurde der zweite Bering in die entstandenen Gebäude integriert. Das erklärt auch, weshalb der Kleine Ring diese im 13. Jahrhundert entstandene Form beibehalten hat. In den Häusern dienten die oberen Stockwerke von als Wohnungen während die Räume im Erdgeschoss  als Werkstätten oder Läden genutzt wurden. An Markttagen wurde die Ware unter den Arkaden gelagert und zum Verkauf angeboten. Der gesamte Platz ist von  Arkadengängen umgeben, so dass man bei Regen trockenen Fußes einkaufen konnte. Im Schneider Haus wurden Maße für Kleidungsstücke genommen. In der Apotheke wo heute ein  Apothekenmuseum eingerichtet ist, konnte man Arzneimittel kaufen und in den Fleischerlauben gab es Fleischwaren aller Art. Die seit dem 15. Jahrhundert mit Arkadengängen ausgestatteten  Häuser verleihen dem Kleinen Ring ein außergewöhnliches Ambiente. Heutzutage dient der Platz als multifunktionale Bühne für einige der interessantesten Events. Eine Buchmesse verwandelt den Platz in eine Freiluft-Bibliothek. Künstler  und Handwerker treffen sich hier zum „Handmade Festival“. Die Modenschau „Feeric Fashionweek“ spielt sich auf schwebenden Laufstegen ab. Für den Beach Volleyball Wettkampf  „Sibiu Sands“  werden 350 Kubikmeter Sand gebracht. 

Egal ob Sie den Kleinen Ring zum ersten Mal oder schon des Öfteren besucht haben, nehmen Sie sich die Zeit und genießen Sie z. B. einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk auf einer der zahlreichen Terrassen. Nur so können Sie die besondere Atmosphäre des Platzes richtig erleben. 

🤔 Wussten Sie dass: 

🔍 um auf dem Jahrmarkt verkaufen zu dürfen, die Händler neben den vorgesehenen Steuern der Stadt auch einen großen Stein spenden mussten? Diese Steine wurden zum späteren Ausbau der Befestigungsanlage benutzt.

🔍 sich im heutigen Apothekenmuseum, um das Jahr 1600, die Apotheke „Zum schwarzen Bär“ befand? 

🔍 der Kleine Ring in der kommunistischen Zeit die Bezeichnung „Piața 6 Martie“ (6. März-Platz) tragen musste? 

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1.0 1 review
Erbaut im 15. Jahrhundert, ist dieses eine der best erhaltenen gotischen Ensembles des Landes. Während Ihres Aufstiegs zur Fleischergasse werden Sie die steinernen Fenstereinfassungen, den Erker und die Loggia zur Straße bemerken. Das denkmalgeschützte Ensemble wird auch noch als „Altes Rathaus“ bezeichnet, da es diesem Zweck von 1545 bis 1948 gedient hat. Das Gebäude hat über die Jahrhunderte auch weitere Rollen übernommen, darunter das Archiv der Sächsischen Nationsuniversität, Stadtgefängnis, Sitz der Forstverwaltung, Sitz des Gerichtshofs, Sitz der Stadtpolizei, Sitz der Feuerwache und Depot des Brukenthalmuseums. Nach 1990 zieht hier das Historische Museum, eine Abteilung des Brukenthalmuseums, ein.  Das Historische Museum trägt heute den Namen der Persönlichkeit, die den Bau angeordnet hat, Thomas Altemberger. Für mehr als 20 Jahre ist dieser Bürgermeister und Königsrichter der Stadt gewesen. Ein weiterer Grund weshalb Thomas Altemberger in die Geschichte der Stadt einging, ist der „Altemberger Codex“, eine Sammlung von Gesetzen, die dieser der Stadt schenkte. Sein Erfolg und Reichtum, der zum Bau eines der erstaunlichsten Hermannstädter Bauten führte, verdankte er zum Teil seiner Heirat mit Afra von Salzburg. Nach dem Tod Altembergers, heiratet Afra von Salzburg den Königsrichter Johann Lulay, der das Haus somit erbte.  Über dem Eingangstor kann man, auf einer steinernen Gedenktafel, einen lateinischen Text erkennen welcher an den Besuch von Kaiser Josef II. erinnert.  Ein Besuch des Museums wird Ihnen Informationen über die Geschichte der Stadt vermitteln, sollten Sie jedoch nicht ausreichend Zeit zur Verfügung haben, gönnen Sie sich 10 Minuten, um wenigstens den Innenhof zu erkunden. Der Wohnturm, die Galerie und die gemeißelten Wappen sind nur einige der Elemente, die Sie überraschen werden. Einzigartig in Siebenbürgen ist die Loggia im Garten die um 1491 erbaut wurde. An unterschiedlichen Stellen sind die Wappen von Thomas Altemberger und seiner Frau Afra von Salzburg angebracht. Dabei handelt es sich um Werke des berühmten Steinmetzes Andreas Lapicida, dessen Unterschrift (in Form eines Andreaskreuzes) leicht zu identifizieren ist.  🤔 Wussten Sie, dass:  🔎 im Innenhof des Museums die 1915 ursprünglich aus Holz errichtete Statue des „Eisernen Soldaten“ steht? Diese wurde später mit Metallplaketten versehen, die die Initialen oder die kompletten Namen der Leute zeigen, die während einer Spendenaktion im Ersten Weltkrieg für Kriegswitwen, Geld gesponsert haben. 🔎  eine der Ausstellungen die Siedlungsgeschichte Südsiebenbürgens von der Steinzeit bis zum Mittelalter zum Inhalt hat? 🔎 einer der schönsten Säle im Gebäude der Sitzungssaal des Hermannstädter Magistrats ist?       
2 Strada Mitropoliei, Municipiul, Sibiu 550179, Romania
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Gehen Sie zurück zum Sagturm, der ein Teil der Gesellenherberge ist. Sie befinden hier am Standort des ersten Berings der Stadt, welcher im 12. Jahrhundert aus Flußsteinen gebaut wurde. Der Sagturm diente als Haupteingang zur Stadt. Hier zogen sich die Bürger „Cibiniensis“ im Falle von Angriffen zurück. Im Zuge des Mongolensturms 1241 wurde dieser erste Bering zerstört. Es folgte der großangelegte Ausbau der Verteidigungsanlage.  Steigen Sie die ersten Stufen hinunter und betrachten Sie rechter Hand den sogenannten Bußwinkel, den Aufgang aus der Unterstadt am ersten Bering entlang zur Stadtpfarrkirche. Früher stand unter das Siechenhaus, das erste Spital der Stadt, das 1291 von den Brüdern zum heiligen Geist gegründet worden war.  Heute  befindet sich hier ein Altenheim und die Siechenhauskirche wird von der rumänischen-orthodoxen Kirche genutzt. Der Eingang dazu befindet sich in der Siechenhausgasse/Str. Azilului. Am unteren Ende der Sagstiege befinden sich zahlreiche Restaurants und Terrassen. Beim Blick auf die evangelische Stadtpfarrkirche bemerken Sie, wie steil der Abhang ist. Die Hermannstädter erzählen auch heute noch, wie der zweitgrößte Kirchturm Siebenbürgens errichtet wurde. Handwerker aus Hermannstadt machten sich auf den Weg nach Bistritz (Bistrita) um den damals höchsten Kirchturm mit einem Seil abzumessen. Nachdem die Arbeit beendet wurde, luden die Bistritzer die Hermannstädter Handwerker zu einem Fest ein, bei dem einige Bistritzer etwa von dem Seil abschnitten.  Nun bleibt es Ihnen überlassen, wie Sie in die Oberstadt zurück gelangen. 🤔 Wussten Sie, dass:  🔎 das Siechenhaus eines der ältesten Spitäler auf dem Gebiet des heutigen Rumänien war? 🔎 die Sagstiege Richtung Zibinsmarkt führt? Nehmen Sie sich Zeit diesen Markt zu besuchen, schon allein die Verkaufshalle für Käse lohnt sich.   
Strada Turnului, Sibiu, Romania
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Wenn Sie Ihren Spaziergang um die Kirche fortsetzen, kommen Sie im Westen an das Westportal. Von der Mauer gegenüber können Sie sich an der Dächerlandschaft der Unterstadt erfreuen. Wenn Sie nach unten schauen, erkennen Sie, dass dort die Beringe, die den Huetplatz umgeben, zusammentreffen.  In der Nähe ist ein interessanter Balken aufgestellt, der als „Stock im Eisen“ die jeweiligen Zeichen (Nägel, Knöpfe und andere Metallgegenstände) der Wandergesellen trägt, die in Hermannstadt gewesen sind. Das Haus gleich daneben dient seit 2003 den Wandergesellen als Herberge, wenn sie „auf der Walz“ in Hermannstadt weilen.  Hermannstadt hat die Tradition, für die heutigen Wandergesellen erhalten. Im Sommer gehören Handwerker und Handwerkerinnen in der Kluft zum Stadtbild. Der jeweilige Klang der Werkzeuge deutet auf das ausgeübte Handwerk, Schmied, Steinmetz oder Zimmermann, hin. Bevor Sie die Sagstiege hinunter steigen sollten Sie noch einen Blick auf das evangelische Pfarrhaus werfen Haus. Der Eingang trägt eine gotische Steineinfassung. Darüber ist ein in Stein gemeißeltes Wappen zu erkennen, welches von Pfarrer Johannes von Alzen bestellt und von Andreas Lapicida, einem der besten Steinmetze seiner Zeit, 1504, ausgeführt wurde.  Außerdem sind bei Restaurierungsarbeiten drei vorreformatorische Fresken an der Fassade entdeckt und konserviert worden: Johannes den Täufer, die Heilige Muttergottes Maria mit dem Jesuskind und das Wappen des ungarischen Königs Mathias Corvinus.  🤔 Wussten Sie, dass: 🔎 bevor man auf die Walz ging, mehrere Kriterien erfüllt werden mussten wie: Alter unter 30 Jahre, ledig, kinderlos, keine Schulden und mit niemandem aus dem Heimatort Streit haben? 🔎   das Wappen von Johannes von Alzen einen Löwen mit einem Kreuz und einer Krone zeigt? In den vier Ecken des Wappens sind Johannes der Täufer, Kaiser Friedrich III., Papst Alexander VI. und Johannes von Alzen selbst dargestellt.  🔎  der Huetplatz über die Jahre als Friedhof, Kirchhof und „Grivitei-Platz“ bekannt  war?    
Piața Albert Huet Nr. 3, Sibiu, Romania
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Sie befinden sich vor der evangelischen Stadtpfarrkirche, deren Turm den höchsten Bau der Stadt darstellt. Mit einer Höhe von 74 Metern ist der Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche, ursprünglich eine Marienkirche, der zweithöchste Turm Siebenbürgens.  Die Bauarbeiten an der alten Basilika begannen im 13. Jahrhundert. An der Stelle dieser Basilika wird im 14. Jahrhundert mit dem Bau der aktuellen gotischen Kirche begonnen. Das Gotteshaus erlebte mehrere Bauphasen, in denen Struktur und Stil verändert wurden. So wurden die Mauern erhöht und das südliche Seitenschiff zur Halle ausgebaut. Der Turm wird ebenfalls in unterschiedlichen Bauphasen erhöht und erhält seine 4 Ecktürme im 15. Jahrhundert. Aus den Ecktürmen wurden mit Hilfe von Fahnen verschiedene Nachrichten an die Stadtbewohner übermittelt. Vom Turm erklingen die drei Glocken der Kirche, die zusammen mehr als fünf Tonnen wiegen. Die heutige Turmuhr ist seit 1881 in Betrieb und gilt als eines der genauesten Uhrwerke der Stadt.  Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das ganze Dach mit glasierten Ziegeln gedeckt. Das heutige Aussehen des Daches ist einer gründlichen Restaurierung zu verdanken.  Die Fassade wiederspiegelt die Eleganz und Harmonie der Spätgotik.  Vor der Kirche steht die Statue des evangelischen Bischofs Georg Daniel Teutsch.  Das Innere der Kirche beeindruckt mit hohen Gewölben, Chorsäulen und bunten Vitralien. Die Details des Orgelprospekts, des Altars und der barocken Epitaphien tragen zum besonderen Reiz dieses Raumes bei.  Der Übergang der Siebenbürger Sachsen zum evangelischen Glauben, nach der 1517 angefangenen Reformation, spiegelt sich in einigen Details der Kirche wider. Am besten zu sehen an der größten Wandmalerei im Chorraum der Kirche, gemalt im Jahre 1445 vom Künstler Johannes von Rosenau. Im oberen Register des Bogenfelds befindet sich eine Sonne, die eine ältere Mariendarstellung überdeckt.  Im westlichen Teil beherbergt die Ferula u. a. einen vorreformatorischen Flügelaltar, die restaurierte Orgel aus der Martinsberger evangelischen Kirche, Epitaphien, Grabplatten. Auf der Empore ist an der Wand eine Inschrift zu sehen mit wichtigen Ereignissen aus dem 16. und dem 17. Jahrhundert. 🤔 Wussten Sie, dass: 🔎 Baron Samuel von Brukenthal in der Kirche begraben wurde (1803), obwohl Beisetzungen in der Kirche schon ab 1796 verboten waren?  🔎 eine der ältesten Grabplatten in der Ferula aus dem Jahr 1510 stammt und dem Sohn von Vlad dem Pfähler (Vlad Tepes), Mihnea dem Bösen gewidmet ist? Dieser wurde auf dem Huetplatz ermordet. 🔎  die wichtigsten Spender für den Kirchenbau hatten die Ehre, ihre Titel und Wappen an die Wände der Kirche anzubringen. Manche dieser Epitaphien schmücken auch heute das Innere der Kirche.  
Piața Albert Huet FN, Sibiu 550182, Romania
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5.0 1 review
Sobald Sie die Lügenbrücke überquert haben, folgen Sie dem dunkleren Streifen im Kopfsteinpflaster, welcher den Verlauf des ersten Berings markiert. Jetzt befinden Sie sich auf dem Huetplatz, dem Herzstück Hermannstadts.  Mit dem Ansiedeln der ersten Siebenbürger Sachsen im 12. Jahrhundert fängt der Bau der ersten Kirche und des ersten Verteidigungsrings an. Nach der Erweiterung der Befestigungsanlage baute man entlang des ersten Berings die Häuser am Huetplatz. Seinen Namen verdankt er dem Königsrichter aus dem 16. Jahrhundert, Albert Huet. Folgen Sie der Häuserreihe nach links, welche eigentlich die Rückseite der Gebäude am Kleinen Ring darstellt. Rechts ist die imposante evangelische Stadtpfarrkirche zu sehen, mit dem Eingang durch die Sakristei. Wenn Sie Glück haben, können Sie vielleicht dem Hermannstädter Bachchor beim Proben lauschen. An der Außenwand des Chorraums sehen Sie eine weitere halbkreisförmige Markierung mit dunkleren Pflastersteinen. Hier sollte der Chorraum erweitert werden.  Bevor Sie nun den Innenhof der Kirche betreten, ist linker Hand eine weitere Markierung zu erkennen. Hier standen die Ladislaus-Kapelle und der Priesterturm, einer der Verteidigungsstürme des ersten Berings.  Neben dem Standort der Ladislaus-Kapelle befand sich das erste Schulgebäude, 1380 urkundlich erwähnt. Auf dem Grundriss der alten Schule wurde im 18. Jahrhundert  das evangelische Gymnasium neu gebaut, das seit 1921 den Namen des Barons Samuel von Brukenthal trägt. Über dem Eingang der Schule – heute Samuel-von-Brukenthal-Gymnasium -  ist die Inschrift „Ervditioni.Virtuti.Ac.Exemplis.Sacra“ (Stätte für Kultur, Tugend und Vorbild) angebracht. Heutzutage ist der Huetplatz Austragungsort von verschiedenen kulturellen, handwerklichen und gastronomischen  Ereignissen. Jeden Freitag gibt es hier einen Biobauernmarkt. Im Sommer veranstalten die Wandergesellen eine Schauwerkstatt. Hinzu kommen Ausstellungen und Konzerte aller Art.  🤔 Wussten Sie, dass:  🔎 Baron Samuel von Brukenthal das Gymnasium besucht hat, das seit 1921 seinen Namen trägt? Seinen Palais am Großen Ring und die Sammlungen hat er per Testament  dem evangelischen Gymnasium und der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt vererbt. 🔎  auch der Humanist Nikolaus Olahus und der Pädagoge Stefan Ludwig Roth, im 16. beziehungsweise im 19. Jahrhundert, diese Schule besucht haben? 🔎 die Bauarbeiten an dem neuen Gebäude der Schule 1781 beendet wurden? Die Jahreszahl kann man auch über dem Eingang der Schule sehen.  🔎 der Innenhof der Schule zugleich auch Kirchhof ist? Somit teilen sich die Schüler den Pausenhof mit den Besuchern der evangelischen Stadtpfarrkirche.  
Piața Albert Huet, Sibiu, Romania
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5.0 1 review
Sie haben schon öfter das Kürzel „ASTRA“ gehört. Es steht für „Siebenbürgischer Verein für die Literatur und Kultur der Rumänen“ steht. Dieser wurde 1861 in Hermannstadt gegründet. Der orthodoxe Bischof Andrei Șaguna war der erste Präsident des Vereins und die bedeutendsten rumänischen Persönlichkeiten der Zeit waren alle Mitglieder dieses Verbandes. Zu den wichtigsten Zielen der „ASTRA“ gehörten die Förderung der Forschung, Veröffentlichungen in rumänischer Sprache, Gründung öffentlicher Bibliotheken und die Veranstaltung von Ausstellungen. Am 19. August 1905 findet die erste Ausstellung statt und zugleich die Gründung des „ASTRA-Museums“.  Das Gebäude des ASTRA-Museums beherbergt heute die gleichnamige Bibliothek. Das heute ASTRA benannte Museum wurde 1990 gegründet. Sonderausstellungen kann man auch in dem Schatzkästlein am Kleinen Ring besichtigen. Dieses Gebäude beherbergte zeitweilig das Emil Sigerus-Museum für siebenbürgisch-sächsische Volkskunde, das heute als Sektion des ASTRA-Museums im Eingangspavillon des ASTRA-Freilichtmuseums im Jungen Wald untergebracht ist.  Das ASTRA Freilichtmuseum ist eines der bedeutendsten Museen seiner Art in der Welt, welches den authentisch-traditionellen Geist beibehalten hat. Überlegen Sie nicht lange. Das Freilichtmuseum ist eine Einladung, das ländliche vorindustrielle Rumänien zu erkunden. Sie werden unter anderen traditionelle Gehöfte aus verschiedenen Regionen des Landes bewundern können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, eine Vielfalt an Werkstätten zu erkunden und vielleicht die Geheimnisse dieser Handwerke zu lernen.  Der Besuch dieses Museums ist eine Zeitreise in die Vergangenheit Rumäniens. Die Landschaft der Windmühlen die sich im See spiegeln wird Sie bezaubern. Die Agenda der interaktiven Veranstaltungen bietet hier eine Vielzahl an Überraschungen für Jung und Alt. Je nachdem wie viel Zeit man hat, bieten sich kilometerlange Spaziergänge, Fahrten mit der Pferdekutsche oder mit E-Scootern an. Wenn in der Zwischenzeit sich Hunger oder Durst melden, ist dafür auch gesorgt, vielleicht sogar bei einem traditionellen gastronomischen Event auf dem Dorfmarkt.  🤔 Wussten Sie, dass: 🔎 im Jahre 2019 das ASTRA-Freilichtmuseum mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet wurde? 🔎  ASTRA die lateinische Bezeichnung für Sterne oder Himmelskörper ist?   🔎 das Museum eines der modernsten Restaurierungslabors Rumäniens betreibt? Hier befindet sich eine 2000 Jahre alte Mumie im Konservierungs- und Wiederherstellungsprozess, die bis vor kurzem im „Franz Binder“- Museum im Hermes Haus ausgestellt war.            
Piața Mică 21, Sibiu 550182, Romania
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Die Lügenbrücke ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten Hermannstadts. Man sagt, dass dies der Treffpunkt der jungen Hermannstädterinnen mit den Soldaten der österreich-ungarischen Truppen gewesen ist. Hier wurden viele Liebeserklärungen und falsche Versprechen gemacht. Die verärgerten Frauen hätten deshalb die Brücke verflucht, sie möge im Falle von Lügenmärchen einstürzen.  Eine weitere Geschichte besagt, dass falsche Propheten unter dieser Brücke gehängt wurden. Laut anderen Quellen soll der Name der Brücke den Streitigkeiten zwischen den unehrlichen Händlern und den Bürgern der Stadt zu verdanken sein. Egal zu welcher Zeit oder welche Geschichte Sie bevorzugen, Fakt ist, dass die Lügenbrücke ein Symbol der Stadt geworden ist. Sie war die erste gusseiserne Brücke auf dem heutigen Gebiet Rumäniens (1859). Die Brücke ist verziert mit Pflanzenmotiven und vergoldeten Buchstaben.  Heutzutage ist die Brücke mit neuen Bräuchen, wie zum Beispiel dem Anbringen von ,,Liebesschlössern“ verbunden, welche somit neue Geschichten schaffen. Da die Brücke jedoch unter Denkmalschutz steht, lässt die Stadtverwaltung die Schlösser regelmäßig entfernen.  Egal an welche Geschichte Sie glauben, verweilen Sie einen Augenblick auf diesem Übergang zwischen Lüge und Wahrheit, welcher den Huetplatz mit dem Kleinen Ring und somit die Oberstadt mit der Unterstadt verbindet. 🤔 Wussten Sie, dass: 🔎 eine der Namenserklärungen der Brücke sich auf die Bauweise  bezieht. Es handelt sich nämlich um eine Liegebrücke? 🔎 die Brücke am 17. Dezember 1860 eingeweiht worden ist? 🔎 die unter der Brücke verlaufende Burgergasse zur ehemaligen Dragonerwache führt?  
Piața Mică, Sibiu 550182, Romania
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Das Aussehen des Kleinen Rings wird Ihre Neugier erwecken.  Gleich neben der Lügenbrücke steht das barocke frühere Schaser-Haus, heute das „Luxemburghaus“. Die Arkaden aus dem 16. Jahrhundert sind sehr gut erhalten, auch im Erdgeschoss der anliegenden Häuser.  Zwischen diesen Häusern befindet sich ein Durchgang, der den Kleinen Ring mit dem Huetplatz verbindet. Gleich neben dem Durchgang steht ein im neugotischen Stil ursprünglich als Sitz der Griechischen Handelssozietät gebaute Haus, das „Hermes Haus“. Hier befindet sich heute das Astra Film Studio. Gegenüber ist die Nordseite der römisch-katholischen Kirche zu sehen und der Eingang zur ehemaligen Krypta, die 2007 zu einem Kulturzentrum umgebaut wurde. Die Arkadengänge setzen sich auch links vom Ratturm fort. Im Erdgeschoss der benachbarten Häuser befanden sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Bäckerei, ein Stoffladen, eine Apotheke, eine Metzgerei und ein Laden für Musikinstrumente. Weiter vorne an der Ecke, unter dem Goldschmiedeturm hindurch steigt man die Fingerlingsstiege hinunter auf den Fingerlingsplatz (Piata Aurarilor). Bleiben Sie auf dem Kleinen Ring und bestaunen Sie die ehemaligen Fleischerlauben (heute Schatzkästlein/Casa Artelor). Unter den Arkaden befindet sich die ASTRA-Volkskunst-Galerie, wo Sie authentische traditionelle Souvenirs kaufen oder bestaunen können. Im gleichen Haus im oberen Stockwerk befindet sich ein Ausstellungsraum des ASTRA-Museums.  Die Fassade des Schatzkästleins schmückt ein stilisiertes Wappen Hermannstadts. Besonders beliebt ist die Lügenbrücke, wo viele Menschen ein Foto machen wollen.  🤔 Wussten Sie dass:  🔍 im Hermes Haus bis 2019 das erste Völkerkundemuseum Hermannstadts „Franz Binder“ genannt, seinen Sitz hatte? 🔎 die Erker und die „Augen der Stadt“, eigentlich so genannte Fledermausgauben,  charakteristisch für die Dächer in der historischen Altstadt sind? 
Piața Mică, Sibiu, Romania
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5.0 2 reviews
Bevor Sie auf den Kleinen Ring gehen, bleiben Sie kurz stehen und bewundern sie ein Wahrzeichen der Stadt, den Ratturm. Wie Sie vielleicht bemerkt haben, dient dieser Turm auch als Logo der „Sibiu City App“. Der Turm könnte das Symbol „der kulturellen Diversität und der Brücke zwischen Erbe und Zukunft“ sein, wie es auf den 2007 am Turm angebrachten Tafeln steht. Wenn Sie sich den Turm genauer anschauen, werden Sie zwei steinerne Löwen sehen, die vermutlich aus der zweiten Bauphase stammen.  Der Turm hat zwei Durchgänge, der eine direkt unter dem Turm und der andere durch das links anliegende Haus. Letzterer wurde 1930 neu gebaut.  Im 13. Jahrhundert diente der Durchgang unter dem Turm als Eingang in die Stadt vom zweiten Bering aus. Der Turm ist oft durch Naturkatastrophen oder durch Brände zerstört worden und wurde somit im 17. Jahrhundert neu gebaut. Das aktuelle Dach stammt aus dem 19. Jahrhundert. In einem bekannten Ölgemälde von Franz Neuhauser erkennt man, dass der Turm ein Hauptdach flankiert von vier Ecktürmchen hatte (ähnlich der evangelischen Stadtpfarrkirche). Der Ratturm hat über die Jahrhunderte mehrere Rollen gehabt: Befestigungsturm, Feuerwehrturm, Getreidelager, Gefängnis, Museum.  Heutzutage erfreuen sich die Besucher des Ratturms an einer tollen Aussicht aus den oberen Fenstern der Turms. Um da anzukommen muss man 141 Stufen hoch steigen. Sie glauben es nicht? Dann zählen Sie nach.  🤔 Wussten Sie dass: 🔎  der Turm „Ratturm“ heißt, weil das rechts von ihm liegende Haus das erste Rathaus Hermannstadts beherbergt hat? 🔎 bei optimalen Wetterbedingungen, vom südlichen Fenster, die Gipfel der Fogarascher Berge in den Südkarpaten gut zu sehen sind? 🔎 der Ratturm 2019 von knapp 60.000 Leuten besucht worden ist?
Piața Mică 1, Sibiu 550182, Romania