10. Der Kleine Ring
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Unter dem Ratturm hindurch kommen Sie auf den Kleinen Ring. Die Südseite des Kleinen Rings ist auf dem zweiten Bering gebaut und hat die Form eines Halbmonds. Als die Befestigungsanlage erweitert wurde, wurde der zweite Bering in die entstandenen Gebäude integriert. Das erklärt auch, weshalb der Kleine Ring diese im 13. Jahrhundert entstandene Form beibehalten hat. In den Häusern dienten die oberen Stockwerke von als Wohnungen während die Räume im Erdgeschoss als Werkstätten oder Läden genutzt wurden. An Markttagen wurde die Ware unter den Arkaden gelagert und zum Verkauf angeboten. Der gesamte Platz ist von Arkadengängen umgeben, so dass man bei Regen trockenen Fußes einkaufen konnte. Im Schneider Haus wurden Maße für Kleidungsstücke genommen. In der Apotheke wo heute ein Apothekenmuseum eingerichtet ist, konnte man Arzneimittel kaufen und in den Fleischerlauben gab es Fleischwaren aller Art. Die seit dem 15. Jahrhundert mit Arkadengängen ausgestatteten Häuser verleihen dem Kleinen Ring ein außergewöhnliches Ambiente. Heutzutage dient der Platz als multifunktionale Bühne für einige der interessantesten Events. Eine Buchmesse verwandelt den Platz in eine Freiluft-Bibliothek. Künstler und Handwerker treffen sich hier zum „Handmade Festival“. Die Modenschau „Feeric Fashionweek“ spielt sich auf schwebenden Laufstegen ab. Für den Beach Volleyball Wettkampf „Sibiu Sands“ werden 350 Kubikmeter Sand gebracht.
Egal ob Sie den Kleinen Ring zum ersten Mal oder schon des Öfteren besucht haben, nehmen Sie sich die Zeit und genießen Sie z. B. einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk auf einer der zahlreichen Terrassen. Nur so können Sie die besondere Atmosphäre des Platzes richtig erleben.
Egal ob Sie den Kleinen Ring zum ersten Mal oder schon des Öfteren besucht haben, nehmen Sie sich die Zeit und genießen Sie z. B. einen Kaffee oder ein Erfrischungsgetränk auf einer der zahlreichen Terrassen. Nur so können Sie die besondere Atmosphäre des Platzes richtig erleben.
🤔 Wussten Sie dass:
🔍 um auf dem Jahrmarkt verkaufen zu dürfen, die Händler neben den vorgesehenen Steuern der Stadt auch einen großen Stein spenden mussten? Diese Steine wurden zum späteren Ausbau der Befestigungsanlage benutzt.
🔍 sich im heutigen Apothekenmuseum, um das Jahr 1600, die Apotheke „Zum schwarzen Bär“ befand?
🔍 der Kleine Ring in der kommunistischen Zeit die Bezeichnung „Piața 6 Martie“ (6. März-Platz) tragen musste?
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Nachdem Sie die bunten Fassaden der Häuser in der Harteneckgasse (Strada Cetatii) bewundert und fotografiert haben, folgen Sie dem Durchgang gegenüber dem Thalia-Saal in die Wiesengasse (Strada Tipografilor), wo vor geraumer Zeit die Töpfermärkte stattgefunden haben. Rechter Hand kommen Sie auf den Schillerplatz. Unter dem Erker am Eckhaus werden Sie in einer Nische die Bronzebüste von Friedrich Schiller sehen. Gustav Nussbächer, ein auf die Herstellung der Hermannstädter Salami spezialisierter Metzger des 20. Jahrhunderts, spendete diese Büste der Stadt. Die Büste wurde zunächst zum 150. Geburtstag des Schriftstellers im Stadtpark enthüllt.
Genießen Sie einen ruhigen Moment auf einer der Bänke an dem Springbrunnen. Gegenüber sehen Sie eine reich dekorierte Fassade mit Eisengittern vor den Fenstern. Dieses Haus gehörte dem Bürgermeister Martin Hochmeister und hat u. a. auch Kaiser Joseph II. zu Gast gehabt. Im gleichen Haus wuchs auch der Enkel von Martin Hochmeister, Emil Sigerus, auf. Emil Sigerus verdanken wir die Chronik der Stadt Hermannstadt von 1100 bis 1929.
Nachdem sie die Wintergasse (Strada Timotei Popovici) überquert haben, sehen Sie auf der rechten Seite den Sitz der Staatsarchivs. Der von Architekt Josef Bedeus von Scharberg im Stil der Jahrhundertwende mit eklektischen Elementen ausgeführte Bau stammt aus den frühen 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde als Archiv der Sächsischen Nationsuniversität entworfen und gebaut. Der Verwaltungstrakt ist durch einen dreiachsigen Verbindungskorridor von dem Archivdepot getrennt, für den Fall eines Brandes. Dieses Gebäude ist das erste in Rumänien gebaute Haus, welches diesem Zweck diente. Es bewahrt Dokumente aus der Zeitspanne 1292 bis 1984. An der Fassade erkennt man einen dekorativen Fries mit den Wappen der Stadt Hermannstadt, des Verwaltungskreises Hermannstadt und Siebenbürgens.
Die Armbrustergasse führt Sie durch das Generalloch, wie der Durchgang unter dem ehemaligen Haus des Kommandierenden Generals von Siebenbürgen im Volksmund genannt wird, zurück auf den Großen Ring.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 die Armbrustergasse 1872 nach dem Komes Mathias Ambruster benannt wurde, von 1947 bis 1970 den Namen „F.D. Roosevelt“ und von 1870 bis 1872 die Bezeichnung „Generalskommandogasse“ trug.
🔎 am Schillerplatz mehr als 200 Jahre lang eine Mühle gestanden hat?
🔎 das Haus mit der Schillerbüste sich im Besitz von Gustav Dietrich befand? Dieser hat das Haus an die gleichnamige Stiftung vererbt.
Piata Schiller 1, Piața Friedrich Schiller 1, Sibiu 557260, Romania
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Aus dem Hof, links vom Thalia Saal (Staatsphilharmonie) werden Sie von einigen Modelldinosauriern angestarrt. Diese sind bis zu acht Meter hoch und Teil einer ständigen Freiluft-Ausstellung des Naturhistorischen Museums. Sie dienen sowohl dem Bildungs- als auch dem Erholungsprogramm.
An der Fassade erkennt man die römische Zahl „MDCCCIXIV“(1894). Erinnern Sie sich noch daran, wie man diese entziffert?
Im Jahre 1848 entschied sich eine Gruppe gebildeter Siebenbürger Sachsen, die die Leidenschaft für die Natur teilten, den Siebenbürgischen Verein für Naturwissenschaften zu gründen. Um die stetig wachsende Sammlung an Mineralien, Pflanzen und Tieren unterzubringen und ausstellen zu können, beginnen 1891 die Bauarbeiten an dem Gebäude, welches diesen Zweck erfüllen soll. Die Baukosten trugen die Mitglieder des Vereins.
Von außen erkennt man einen klassizistischen Baustil. Das Museum ist innen auf drei Ebenen organisiert. Das Innendesign und die Ausstellung sind sehenswert. Sie haben die Möglichkeit, seltene Tierexemplare, wie zum Beispiel eine Polareule aus der Arktis oder die Fossilien eines Mammuts, zu sehen. Sehenswert ist auch die Sammlung mit exotischen Schmetterlingen.
1880 wurde der Siebenbürgische Karpatenverein gegründet. Dieser setzte sich die Markierung von Wanderwegen und den Bau von Schutzhütten zum Ziel.
Ein Jahr davor, 1879, war der Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt gegründet worden, dessen Mitglieder die Anlage von Stadtparks als Ziel hatten.
Alle diese Initiativen deuten auf den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Siebenbürger Sachsen hin. Was für einen Verband oder Verein würden Sie in Ihrer Stadt gerne gründen?
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Siebenbürgische Karpatenverein im November 1880 auf Betreiben des Volkswirtschaftlers und Politikers Dr. Carl Wolff gegründet wurde?
🔎 s sich bei den im Hof ausgestellten Dinosauriermodellen um Hypsilophodon, Tyrannosaurus Rex, Tryceraptor, Diplodocus, Velociraptor und Pterosaurus handelt? Das größte Modell ist 8 Meter hoch.
🔎 der Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt unter anderen auch die Obere und Untere Promenade angelegt hat?
Strada Cetății 1, Sibiu 550160, Romania
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Wir sagten schon, dass Hermannstadt mit der militärischen Technologie der Zeit Schritt gehalten hat. Als im 16. Jahrhundert die Kanonen erfunden wurden, eigneten sich die kleinen Wehrtürme nicht dafür. Somit fängt der Bau des „Dicken Turms“ an.
Wenn Sie, Ihren Weg bis zum Ende des Parks fortsetzen, werden Sie gegenüber des Zimmermannturms zu Ihrer rechten, einen Torbogen sehen. Beim Ausgang aus der „schützenden“ Befestigung treffen Sie den „neuen Feind“ des 21. Jahrhunderts, vor dem uns die Befestigungsanlage schützt: den Trubel der heutigen Stadt. Erforschen Sie für einige Momente die weiß angestrichene Fassade und die asymmetrischen Fenster, früher Schießscharten des Dicken Turms.
Das gelbe Dreieck an einer Seite des Dicken Turms markiert die ehemalige Erdhöhe. Sie können nun den gleichen Weg zurück zu gehen, oder Sie gehen um den Dicken Turm herum durch den Innenhof der heutigen Staatsphilharmonie und steigen die Treppen im früheren Schneiderturm hoch zurück in die Harteneck Gasse (Strada Cetății). Ganz wie Sie wünschen.
Die Inschrift „1788-2004“ an der Fassade des Thalia-Saals deutet auf den ersten und bisher letzten Umbau des Dicken Turms hin. 1788 wurde dieser zum ersten Theater in Siebenbürgen umgebaut und nach eingehenden Restaurierungsarbeiten ist 2004 hier die Hermannstädter Staatsphilharmonie eingezogen.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Buchdrucker und späterer Bürgermeister Hermannstadts, Martin Hochmeister, die Initiative ergriffen hat, 1788 im Dicken Turm ein Theater zu errichten? Die Bauarbeiten dauerten ca. 1 Jahr.
🔎 „Thalia“ der Name der Muse der Komödie und der idyllischen Dichtung ist, und alt-griechisch „die Fröhliche, die Blühende“ bedeutet?
🔎 hier Veranstaltungen wie das „Sibiu Opera Fest“, die ,,Rumänisch-amerikanischen Musiktage“ und das ,,Carl Filtsch-Klavier-Interpretations- und Kompositionswettbewerbsfestival“ stattfinden?
Strada Cetății 3-5, Sibiu 550160, Romania
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Sollten Sie noch nicht zu müde vom Souvenireinkauf sein, wenn Sie die Honterus-Gasse (Papiu Ilarian) erreicht haben, dann laden wir Sie ein, die Stadt weiter zu erkunden. Je genauer Sie hinschauen, desto mehr interessante Details werden Sie erkennen. Dächer mit „Augen“, Fassaden mit Reliefmotiven und verzierte Tore, so wie das Sonnenmotiv am grünen Tor am Eckhaus zur Wiesengasse (Tipografilor), die von der Honterus-Gasse abzweigt. In diesem Gebäude wohnte u. a. der Dramaturg und Regisseur Radu Stanca, dessen Namen das Hermannstädter Nationaltheater trägt. Seinen Namen werden Sie auch auf der „Ruhmesmeile“ im nebenstehenden Park sehen.
Ein paar Schritte weiter befinden Sie sich in der Harteneckgasse (Cetății), auch als die „schönste Straße der Stadt“ bekannt. Dieser Beiname verdankt sie der gut erhaltenen Befestigungsanlage und den drei erhaltenen Wehrtürmen, die auch als Harteneck-Türme bekannt sind. Die Türme wurden von den Zünften gebaut und instand gehalten, nach denen sie dann auch benannt wurden: Der Zimmermannsturm, der Töpferturm und der Armbruster-/Weberturm.
Im 16. Jahrhundert hatte Hermannstadt eine der am besten ausgestatteten und effizientesten Befestigungsanlagen Siebenbürgens. Die Mauern umschlossen zirka 80 Hektar der Stadt ein und verfügten über 39 Wehrtürme. Das wichtigste Element aber waren die Einwohner und die Ausstattung mit moderner Militärtechnik. So ist zu erklären, weshalb „die rote Stadt“ auch niemals von feindlichen Truppen eingenommen wurde.
Beim Spaziergang im Zwinger, der Oberen Promenade, kann man die Ruhmesmeile des Theaterfestivals bewundern, auf der namhafte Persönlichkeiten aus Theater, Film und Tanztheater mit einem Stern geehrt werden. Wenn Sie an der Unteren Promenade an der Stadtmauer entlang gehen, dürfte es Ihnen schwerfalle, zu glauben, dass sich dort, wo der vierspurige Coposu-Boulevard verläuft, sich einmal ein Wassergraben befand.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Park entlang der Harteneckgasse ein Schauplatz vieler Veranstaltungen geworden ist, wie das Weinfest, das Kraftbierfest und die Artsy-Kunsthandwerksmesse?
🔎 obwohl sie dem gleichen Zweck dienten die Wehrtürme unterschiedliche Grundrisse aufweisen?
🔎 seit 2013 Jahr für Jahr im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals weitere Sterne auf der „Ruhmesmeile“ hinzu kommen?
Strada Alexandru Papiu-Ilarian, Sibiu, Romania
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Beim Ausgang aus dem ASTRA-Park werden Sie viele Menschen sehen, die in der Heltauergasse, der zentralen Fußgängerzone, unterwegs sind. Den Namen verdankt die Straße dem Städtchen Heltau, das ca. 15 km weit von Hermannstadt liegt. Die Reisenden, die die Stadt an dieser Stelle betraten, mussten durch das Heltauer Tor, welches sich bis Ende des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle befand.
Auf dem Weg zum Großen Ring gehen Sie vorbei an Restaurants und Terrassen aller Art, an verschiedenen Läden, wo es u. a. Kosmetikartikel, Schmuck, Uhren, Brillen, Pelze, Hüte, Kleidung, Fleisch- und Backwaren zu kaufen gibt.
Auf halber Distanz zum Großen Ring fällt am Dachfirst des Hauses Nr. 22 eine Wetterfahne auf, die eine stilisierte Katze darstellt und das hohe Satteldach zieren zwei Fledermausgauben. Weiter rechts steht auf Nr. 19 das Bielz-Haus mit einer grünen Fassade und einem Erker.
Einige Schritte weiter erreichen Sie einen etwas breiteren Straßenabschnitt mit einem Springbrunnen. Weiter links Richtung Großer Ring steht ein massives Eckhaus, welches dem Hermannstädter Korpskommando in Habsburger Zeiten als Sitz gedient hat. Hier stand das erste Hotel der Stadt, ,,Zum Blauen Stern“, das später – zu Ehren des Besuches von Kaiser Josef II. - den Namen „Zum Römischen Kaiser“ erhalten hat. Das neue Gebäude des Hotels wurde 1859 daneben gebaut, im Stil der Neu-Renaissance.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 während des Internationalen Theaterfestival die gesamte Fußgängerzone von Tänzern, Akrobaten und Schauspielern belebt wird?
🔎 Das Bielz Haus nach dem bekannten Historiker, Kurator und Ethnografen Dr. Julius Bielz benannt wird? Seine Frau Josefine Bielz hat in diesem Haus den „Frauenverein zur Unterstützung der evangelischen Mädchenschule A. B. in Hermannstadt“ gegründet.
🔎 Von 1905 bis 1970 die Straßenbahn auch durch diese Straße gefahren ist?
Strada Nicolae Bălcescu, Sibiu, Romania
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Nach dem Spaziergang durch Straßen und an Gebäuden vorbei, laden wir Sie ein zu einem Aufenthalt im schattigen ASTRA-Park. Im 19. Jahrhundert wurden die Mauern und Wehrtürme der Befestigungsanlage abgetragen oder in die neue Infrastruktur eingegliedert. 1879 wurde der „Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt“ gegründet, der sich für die Einrichtung der Grünflächen der Stadt einsetzte. Der Stadtpark (heute ASTRA-Park) war dessen erstes bedeutsames Projekt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt der Park sein heutiges Aussehen, und Dank des ASTRA-Vereins wurden hier mehrere Büsten rumänischer Persönlichkeiten aufgestellt.
2007 wurde in der Mitte des Parks ein Springbrunnen gebaut, welcher den Park im Hochsommer angenehm und lebhaft gestaltet. Dank der Schachtische ist der Park auch ein Treffpunkt der Liebhaber von Brettspielen. Wenn Sie jemanden herausfordern wollen, nur zu.
Beim Eingang zum ASTRA-Palais fallen die zwei Atlanten auf, welche diesen bewachen. Gebaut wurde das Palais zwischen 1903 und 1905, diente als Hauptsitz des ASTRA-Vereins und beherbergte ein volkskundliches Museum aber auch das Archiv und die Bibliothek des Vereins. Das Museum wurde 1906 eingeweiht.
Durch seine viktorianischen Innenverzierungen ist der Lese-Saal im zweiten Stock einer der schönsten Veranstaltungsräume der Stadt. Auf der Bühne des Palais hat die erste rumänische Theatervorstellung in Hermannstadt stattgefunden. Heute finden hier Sonderveranstaltungen wie Buchpräsentationen, Jazz- und Klassische Konzerte, Theatervorstellungen statt. Das Palais ist auch Sitz der Astra-Bibliothek.
Links vom ASTRA-Palais befindet sich die Kinderklinik. Das Gebäude diente ursprünglich den Besuchern des Volksbades als Sanatorium und Gasthaus.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Bau des ASTRA-Palais 158.426 Kronen gekostet hat? Das Geld wurde durch Spenden und Steuern der Mitglieder gesammelt.
🔎 der Hauptsekretär des Vereins, Dr. Cornel Diaconovici, eine wichtige Rolle beim Eintreiben des Geldes für das Palais spielte? Außerdem ist Dr. Cornel Diaconovici der Herausgeber der ersten rumänischen Enzyklopädie
🔎 das erste im ASTRA-Palais aufgeführte rumänische Theaterstück „Fântâna Blanduziei“ von Vasile Alecsandri gewesen ist?
Strada Mitropoliei, Sibiu, Romania
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Weiter auf der Fleischergasse, gegenüber des Astra-Parks, werden Sie den Turm der Evangelischen Kirche „Heiliger Johannes“ entdecken. Die Hermannstädter nennen sie die Johanniskirche. Wie alle Kirchen der Stadt, ist auch diese ein Ort, wo nicht nur Gottesdienste sondern auch kulturelle Ereignisse stattfinden.
Gebaut im 19. Jahrhundert als Teil des Evangelischen Waisenhauses besitzt diese Kirche zwei Skulpturen, welche „Johannes den Täufer“ bzw. den „Johannes der Evangelist“ darstellen. Das Gebäude des ehemaligen evangelischen Waisenhauses beherbergt das Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch, ein evangelischer Bischof und Historiker.
Steht das Tor offen, können Sie den rechteckigen Innenhof betreten, der im Südwesten von den Überresten der alten Befestigungsmauer begrenzt ist. Diese kleine Oase nutzen Gäste des Erasmus-Büchercafés und Besucher des Landeskirchlichen Museums gerne. Sollten Sie Zeit haben und neugierig sein, einiges zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen zu erfahren, so besuchen Sie dieses Museum. Hier können Sie eine Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung Hermannstadts, Kultgegenstände, siebenbürgisch-sächsische Volkstrachten aus unterschiedlichen Regionen, eine Sammlung aus der Schatzkammer der Siebenbürger Sachsen, sehen. Eine chronologische Tour wird Sie aufklären, wie die deutschen Siedler nach Siebenbürgen kamen, und warum viele von ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg ausgewandert sind. Im Teutsch-Haus werden auch Sonderausstellungen gezeigt und Vorträge angeboten. Außerdem befinden sich hier das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und eine Bibliothek.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 eine der Hauptattraktionen des Museums eine Sammlung von Werken der besten Goldschmiede Siebenbürgens ist?
🔎 die Ausstellung auch die Entwicklung des deutschen Schulwesens in Siebenbürgen zeigt? Eine Entwicklung, die ohne die evangelische Kirche wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre.
🔎 eine weitere Attraktion die Sammlung mit Puppen in siebenbürgisch-sächsischen Volkstrachten aus allen Regionen Siebenbürgens ist?
Strada Mitropoliei 32, Sibiu 550179, Romania
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Das Symbol der rumänischen Orthodoxie in Hermannstadt stellt die orthodoxe Kathedrale in der Fleischergasse dar. Die der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kathedrale wurde am 30. April 1906 eingeweiht. Die Genehmigung und die finanzielle Unterstützung für den Bau der Kathedrale, erhielt Metropolit Ioan Metianu von Kaiser Franz Josef I..
Die Kathedrale ist ein neo-byzantinischer Bau mit quadratischem Grundriss und zentraler Kuppel und vier - ebenfalls mit einer Kuppel gekrönten Türmchen an den Ecken. Die Kuppel verfügt über einen Durchmesser von 15 Metern und die beiden Glockentürme sind jeweils 45 Meter hoch.
Besuchen Sie die Kirche und lassen Sie sich von dem Duft nach Weihrauch und vom Licht welches durch die Fenster der zentralen Kuppel dringt verzaubern. Die Ikonostasis wurde aus vergoldetem Eichenholz gefertigt. Die Innenmalerei hat der Hermannstädter Maler Octavian Smigelschi gemeinsam mit seinem Landsmann Arthur Coulin angefertigt.
Egal welchem Glauben Sie angehören, nutzen Sie diesen ruhigen Moment. Im Hof können Sie auf Wunsch der orthodoxen Tradition folgen, und je eine Kerze für die geliebten Personen – lebende oder verstorbene - anzuzünden. Dabei wird auch ein Gebet gesprochen.
Gegenüber steht das im Brancoveanu-Stil gebaute Gebäude der „Andrei Saguna“-Fakultät für Orthodoxe Theologie. Daneben befindet sich der 1864 gebaute Sitz des Metropoliten von Siebenbürgen.
🤔 Wussten Sie, dass::
🔎 auf dem Altar der Kathedrale ein aus vergoldetem Metall hergestelltes Klein-Modell der Kathedrale steht?
🔎 die größte Glocke der Kathedrale, 1345 kg wiegt? Auf der Glocke ist die Inschrift „Ihr Ruhm ging ins ganze Land und Ihre Reden bis ans Ende der Welt“, zu lesen.
🔎 der Bischof Andrei Saguna seine letzten Jahre in Rășinari bei Hermannstadt verbracht hat? Auf seinen Wunsch hin wurde er ohne großen Aufwand auf dem dortigen Friedhof begraben.
Strada Mitropoliei, Sibiu, Romania
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Setzen Sie Ihren Spaziergang durch die Fleischergasse (Strada Mitropoliei) fort. Diese Gasse wird symbolisch auch die Ökumenische Straße Hermannstadts genannt. Bei genauerem Hinschauen werden Sie auch verstehen. Hier befinden sich Kirchen unterschiedlicher Konfessionen. Zunächst sehen Sie linker Hand die 1786 erbaute Reformierte Kirche, deren mehrfarbiges Kirchturmdach in den Himmel ragt. In der Mitte der Gasse erhebt sich ebenfalls zu Ihrer Linken die imposante orthodoxe Kathedrale „Heilige Dreifaltigkeit“. Kurz vor dem Ende der Gasse steht rechts die evangelische Johanniskirche, heute Teil des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums.
Vergessen Sie während des Spaziergangs nicht, die Fassaden der Häuser zu betrachten. An dem ersten Haus neben dem Historischen Museum können Sie das in dem 16. Jahrhundert gemalte Wappen der Schneiderzunft sehen. Haben Sie schon erfahren, was der Gegenstand im Wappen ist? Neben der Reformierten Kirche befindet sich ein enger Durchgang, das Ballgässchen, das die Verbindung zur Heltauergasse (Strada N. Balcescu) herstellt. Neben dem Durchgang fällt das Haus mit den Steinernen Jungfrauen auf, das seinen Namen von den beiden Karyatiden erhalten hat, welche den Balkon des Hauses stützen. An dieser Stelle stand früher das Haus von Sebastian Hann, eines der bekanntesten Goldschmiedemeister der Stadt. Sein heutiges Aussehen erhielt das Haus im 18. Jahrhundert, als hier die Witwe des Leutnants Gregorius Bethlen, die Komtesse Rahel Bethlen, wohnte.
Einige Schritte weiter rechts sehen Sie den Hauptsitz der Rumänischen Post in Hermannstadt. Betrachten Sie die dekorativen Elemente an der Fassade. Die Sonnenuhr zeigt heute immer noch die richtige Uhrzeit an. Ein weiteres interessantes Detail ist ein Relief welches eine Person darstellt, die ein Telegramm verfasst und währenddessen einen Brief von einer Taube erhält. Auf der gleichen Straßenseite beherbergt das grüne Gebäude den Sitz der Rumänischen Nationalbank.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 2007 mehr als 2500 Pfarrer und Gläubige verschiedener Konfessionen an der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt teilgenommen haben?
🔎 Sebastian Hann (1644-1713) der bekannteste Goldschmied Siebenbürgens gewesen ist? Einige seiner Werke (Pokale) können Sie im Museum der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien im Teutsch-Haus bei der Johanniskirche bewundern.
🔎 der Gottesdienst in der Reformierten Kirche in ungarischer Sprache gehalten wird? Grund dafür ist, dass die Gemeindemitglieder Ungarn waren und sind. Seit 2007 beherbergt die Kirche eine Kunstgalerie.
Strada Mitropoliei, Sibiu, Romania