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Weiter auf der Fleischergasse, gegenüber des Astra-Parks, werden Sie den Turm der Evangelischen Kirche „Heiliger Johannes“ entdecken. Die Hermannstädter nennen sie die Johanniskirche. Wie alle Kirchen der Stadt, ist auch diese ein Ort, wo nicht nur Gottesdienste sondern auch kulturelle Ereignisse stattfinden.
Gebaut im 19. Jahrhundert als Teil des Evangelischen Waisenhauses besitzt diese Kirche zwei Skulpturen, welche „Johannes den Täufer“ bzw. den „Johannes der Evangelist“ darstellen. Das Gebäude des ehemaligen evangelischen Waisenhauses beherbergt das Begegnungs- und Kulturzentrum Friedrich Teutsch, ein evangelischer Bischof und Historiker.
Steht das Tor offen, können Sie den rechteckigen Innenhof betreten, der im Südwesten von den Überresten der alten Befestigungsmauer begrenzt ist. Diese kleine Oase nutzen Gäste des Erasmus-Büchercafés und Besucher des Landeskirchlichen Museums gerne. Sollten Sie Zeit haben und neugierig sein, einiges zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen zu erfahren, so besuchen Sie dieses Museum. Hier können Sie eine Kopie der ersten urkundlichen Erwähnung Hermannstadts, Kultgegenstände, siebenbürgisch-sächsische Volkstrachten aus unterschiedlichen Regionen, eine Sammlung aus der Schatzkammer der Siebenbürger Sachsen, sehen. Eine chronologische Tour wird Sie aufklären, wie die deutschen Siedler nach Siebenbürgen kamen, und warum viele von ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg ausgewandert sind. Im Teutsch-Haus werden auch Sonderausstellungen gezeigt und Vorträge angeboten. Außerdem befinden sich hier das Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien und eine Bibliothek.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 eine der Hauptattraktionen des Museums eine Sammlung von Werken der besten Goldschmiede Siebenbürgens ist?
🔎 die Ausstellung auch die Entwicklung des deutschen Schulwesens in Siebenbürgen zeigt? Eine Entwicklung, die ohne die evangelische Kirche wahrscheinlich nicht möglich gewesen wäre.
🔎 eine weitere Attraktion die Sammlung mit Puppen in siebenbürgisch-sächsischen Volkstrachten aus allen Regionen Siebenbürgens ist?
Strada Mitropoliei 32, Sibiu 550179, Romania
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Nach dem Spaziergang durch Straßen und an Gebäuden vorbei, laden wir Sie ein zu einem Aufenthalt im schattigen ASTRA-Park. Im 19. Jahrhundert wurden die Mauern und Wehrtürme der Befestigungsanlage abgetragen oder in die neue Infrastruktur eingegliedert. 1879 wurde der „Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt“ gegründet, der sich für die Einrichtung der Grünflächen der Stadt einsetzte. Der Stadtpark (heute ASTRA-Park) war dessen erstes bedeutsames Projekt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt der Park sein heutiges Aussehen, und Dank des ASTRA-Vereins wurden hier mehrere Büsten rumänischer Persönlichkeiten aufgestellt.
2007 wurde in der Mitte des Parks ein Springbrunnen gebaut, welcher den Park im Hochsommer angenehm und lebhaft gestaltet. Dank der Schachtische ist der Park auch ein Treffpunkt der Liebhaber von Brettspielen. Wenn Sie jemanden herausfordern wollen, nur zu.
Beim Eingang zum ASTRA-Palais fallen die zwei Atlanten auf, welche diesen bewachen. Gebaut wurde das Palais zwischen 1903 und 1905, diente als Hauptsitz des ASTRA-Vereins und beherbergte ein volkskundliches Museum aber auch das Archiv und die Bibliothek des Vereins. Das Museum wurde 1906 eingeweiht.
Durch seine viktorianischen Innenverzierungen ist der Lese-Saal im zweiten Stock einer der schönsten Veranstaltungsräume der Stadt. Auf der Bühne des Palais hat die erste rumänische Theatervorstellung in Hermannstadt stattgefunden. Heute finden hier Sonderveranstaltungen wie Buchpräsentationen, Jazz- und Klassische Konzerte, Theatervorstellungen statt. Das Palais ist auch Sitz der Astra-Bibliothek.
Links vom ASTRA-Palais befindet sich die Kinderklinik. Das Gebäude diente ursprünglich den Besuchern des Volksbades als Sanatorium und Gasthaus.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Bau des ASTRA-Palais 158.426 Kronen gekostet hat? Das Geld wurde durch Spenden und Steuern der Mitglieder gesammelt.
🔎 der Hauptsekretär des Vereins, Dr. Cornel Diaconovici, eine wichtige Rolle beim Eintreiben des Geldes für das Palais spielte? Außerdem ist Dr. Cornel Diaconovici der Herausgeber der ersten rumänischen Enzyklopädie
🔎 das erste im ASTRA-Palais aufgeführte rumänische Theaterstück „Fântâna Blanduziei“ von Vasile Alecsandri gewesen ist?
Strada Mitropoliei, Sibiu, Romania
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Beim Ausgang aus dem ASTRA-Park werden Sie viele Menschen sehen, die in der Heltauergasse, der zentralen Fußgängerzone, unterwegs sind. Den Namen verdankt die Straße dem Städtchen Heltau, das ca. 15 km weit von Hermannstadt liegt. Die Reisenden, die die Stadt an dieser Stelle betraten, mussten durch das Heltauer Tor, welches sich bis Ende des 19. Jahrhunderts an dieser Stelle befand.
Auf dem Weg zum Großen Ring gehen Sie vorbei an Restaurants und Terrassen aller Art, an verschiedenen Läden, wo es u. a. Kosmetikartikel, Schmuck, Uhren, Brillen, Pelze, Hüte, Kleidung, Fleisch- und Backwaren zu kaufen gibt.
Auf halber Distanz zum Großen Ring fällt am Dachfirst des Hauses Nr. 22 eine Wetterfahne auf, die eine stilisierte Katze darstellt und das hohe Satteldach zieren zwei Fledermausgauben. Weiter rechts steht auf Nr. 19 das Bielz-Haus mit einer grünen Fassade und einem Erker.
Einige Schritte weiter erreichen Sie einen etwas breiteren Straßenabschnitt mit einem Springbrunnen. Weiter links Richtung Großer Ring steht ein massives Eckhaus, welches dem Hermannstädter Korpskommando in Habsburger Zeiten als Sitz gedient hat. Hier stand das erste Hotel der Stadt, ,,Zum Blauen Stern“, das später – zu Ehren des Besuches von Kaiser Josef II. - den Namen „Zum Römischen Kaiser“ erhalten hat. Das neue Gebäude des Hotels wurde 1859 daneben gebaut, im Stil der Neu-Renaissance.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 während des Internationalen Theaterfestival die gesamte Fußgängerzone von Tänzern, Akrobaten und Schauspielern belebt wird?
🔎 Das Bielz Haus nach dem bekannten Historiker, Kurator und Ethnografen Dr. Julius Bielz benannt wird? Seine Frau Josefine Bielz hat in diesem Haus den „Frauenverein zur Unterstützung der evangelischen Mädchenschule A. B. in Hermannstadt“ gegründet.
🔎 Von 1905 bis 1970 die Straßenbahn auch durch diese Straße gefahren ist?
Strada Nicolae Bălcescu, Sibiu, Romania
Turnhalle
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Calea Poplăcii 44, Sibiu, Romania
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Sollten Sie noch nicht zu müde vom Souvenireinkauf sein, wenn Sie die Honterus-Gasse (Papiu Ilarian) erreicht haben, dann laden wir Sie ein, die Stadt weiter zu erkunden. Je genauer Sie hinschauen, desto mehr interessante Details werden Sie erkennen. Dächer mit „Augen“, Fassaden mit Reliefmotiven und verzierte Tore, so wie das Sonnenmotiv am grünen Tor am Eckhaus zur Wiesengasse (Tipografilor), die von der Honterus-Gasse abzweigt. In diesem Gebäude wohnte u. a. der Dramaturg und Regisseur Radu Stanca, dessen Namen das Hermannstädter Nationaltheater trägt. Seinen Namen werden Sie auch auf der „Ruhmesmeile“ im nebenstehenden Park sehen.
Ein paar Schritte weiter befinden Sie sich in der Harteneckgasse (Cetății), auch als die „schönste Straße der Stadt“ bekannt. Dieser Beiname verdankt sie der gut erhaltenen Befestigungsanlage und den drei erhaltenen Wehrtürmen, die auch als Harteneck-Türme bekannt sind. Die Türme wurden von den Zünften gebaut und instand gehalten, nach denen sie dann auch benannt wurden: Der Zimmermannsturm, der Töpferturm und der Armbruster-/Weberturm.
Im 16. Jahrhundert hatte Hermannstadt eine der am besten ausgestatteten und effizientesten Befestigungsanlagen Siebenbürgens. Die Mauern umschlossen zirka 80 Hektar der Stadt ein und verfügten über 39 Wehrtürme. Das wichtigste Element aber waren die Einwohner und die Ausstattung mit moderner Militärtechnik. So ist zu erklären, weshalb „die rote Stadt“ auch niemals von feindlichen Truppen eingenommen wurde.
Beim Spaziergang im Zwinger, der Oberen Promenade, kann man die Ruhmesmeile des Theaterfestivals bewundern, auf der namhafte Persönlichkeiten aus Theater, Film und Tanztheater mit einem Stern geehrt werden. Wenn Sie an der Unteren Promenade an der Stadtmauer entlang gehen, dürfte es Ihnen schwerfalle, zu glauben, dass sich dort, wo der vierspurige Coposu-Boulevard verläuft, sich einmal ein Wassergraben befand.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Park entlang der Harteneckgasse ein Schauplatz vieler Veranstaltungen geworden ist, wie das Weinfest, das Kraftbierfest und die Artsy-Kunsthandwerksmesse?
🔎 obwohl sie dem gleichen Zweck dienten die Wehrtürme unterschiedliche Grundrisse aufweisen?
🔎 seit 2013 Jahr für Jahr im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals weitere Sterne auf der „Ruhmesmeile“ hinzu kommen?
Strada Alexandru Papiu-Ilarian, Sibiu, Romania
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Wir sagten schon, dass Hermannstadt mit der militärischen Technologie der Zeit Schritt gehalten hat. Als im 16. Jahrhundert die Kanonen erfunden wurden, eigneten sich die kleinen Wehrtürme nicht dafür. Somit fängt der Bau des „Dicken Turms“ an.
Wenn Sie, Ihren Weg bis zum Ende des Parks fortsetzen, werden Sie gegenüber des Zimmermannturms zu Ihrer rechten, einen Torbogen sehen. Beim Ausgang aus der „schützenden“ Befestigung treffen Sie den „neuen Feind“ des 21. Jahrhunderts, vor dem uns die Befestigungsanlage schützt: den Trubel der heutigen Stadt. Erforschen Sie für einige Momente die weiß angestrichene Fassade und die asymmetrischen Fenster, früher Schießscharten des Dicken Turms.
Das gelbe Dreieck an einer Seite des Dicken Turms markiert die ehemalige Erdhöhe. Sie können nun den gleichen Weg zurück zu gehen, oder Sie gehen um den Dicken Turm herum durch den Innenhof der heutigen Staatsphilharmonie und steigen die Treppen im früheren Schneiderturm hoch zurück in die Harteneck Gasse (Strada Cetății). Ganz wie Sie wünschen.
Die Inschrift „1788-2004“ an der Fassade des Thalia-Saals deutet auf den ersten und bisher letzten Umbau des Dicken Turms hin. 1788 wurde dieser zum ersten Theater in Siebenbürgen umgebaut und nach eingehenden Restaurierungsarbeiten ist 2004 hier die Hermannstädter Staatsphilharmonie eingezogen.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Buchdrucker und späterer Bürgermeister Hermannstadts, Martin Hochmeister, die Initiative ergriffen hat, 1788 im Dicken Turm ein Theater zu errichten? Die Bauarbeiten dauerten ca. 1 Jahr.
🔎 „Thalia“ der Name der Muse der Komödie und der idyllischen Dichtung ist, und alt-griechisch „die Fröhliche, die Blühende“ bedeutet?
🔎 hier Veranstaltungen wie das „Sibiu Opera Fest“, die ,,Rumänisch-amerikanischen Musiktage“ und das ,,Carl Filtsch-Klavier-Interpretations- und Kompositionswettbewerbsfestival“ stattfinden?
Strada Cetății 3-5, Sibiu 550160, Romania
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Aus dem Hof, links vom Thalia Saal (Staatsphilharmonie) werden Sie von einigen Modelldinosauriern angestarrt. Diese sind bis zu acht Meter hoch und Teil einer ständigen Freiluft-Ausstellung des Naturhistorischen Museums. Sie dienen sowohl dem Bildungs- als auch dem Erholungsprogramm.
An der Fassade erkennt man die römische Zahl „MDCCCIXIV“(1894). Erinnern Sie sich noch daran, wie man diese entziffert?
Im Jahre 1848 entschied sich eine Gruppe gebildeter Siebenbürger Sachsen, die die Leidenschaft für die Natur teilten, den Siebenbürgischen Verein für Naturwissenschaften zu gründen. Um die stetig wachsende Sammlung an Mineralien, Pflanzen und Tieren unterzubringen und ausstellen zu können, beginnen 1891 die Bauarbeiten an dem Gebäude, welches diesen Zweck erfüllen soll. Die Baukosten trugen die Mitglieder des Vereins.
Von außen erkennt man einen klassizistischen Baustil. Das Museum ist innen auf drei Ebenen organisiert. Das Innendesign und die Ausstellung sind sehenswert. Sie haben die Möglichkeit, seltene Tierexemplare, wie zum Beispiel eine Polareule aus der Arktis oder die Fossilien eines Mammuts, zu sehen. Sehenswert ist auch die Sammlung mit exotischen Schmetterlingen.
1880 wurde der Siebenbürgische Karpatenverein gegründet. Dieser setzte sich die Markierung von Wanderwegen und den Bau von Schutzhütten zum Ziel.
Ein Jahr davor, 1879, war der Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt gegründet worden, dessen Mitglieder die Anlage von Stadtparks als Ziel hatten.
Alle diese Initiativen deuten auf den ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Siebenbürger Sachsen hin. Was für einen Verband oder Verein würden Sie in Ihrer Stadt gerne gründen?
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 der Siebenbürgische Karpatenverein im November 1880 auf Betreiben des Volkswirtschaftlers und Politikers Dr. Carl Wolff gegründet wurde?
🔎 s sich bei den im Hof ausgestellten Dinosauriermodellen um Hypsilophodon, Tyrannosaurus Rex, Tryceraptor, Diplodocus, Velociraptor und Pterosaurus handelt? Das größte Modell ist 8 Meter hoch.
🔎 der Verein zur Verschönerung der Stadt Hermannstadt unter anderen auch die Obere und Untere Promenade angelegt hat?
Strada Cetății 1, Sibiu 550160, Romania
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Nachdem Sie die bunten Fassaden der Häuser in der Harteneckgasse (Strada Cetatii) bewundert und fotografiert haben, folgen Sie dem Durchgang gegenüber dem Thalia-Saal in die Wiesengasse (Strada Tipografilor), wo vor geraumer Zeit die Töpfermärkte stattgefunden haben. Rechter Hand kommen Sie auf den Schillerplatz. Unter dem Erker am Eckhaus werden Sie in einer Nische die Bronzebüste von Friedrich Schiller sehen. Gustav Nussbächer, ein auf die Herstellung der Hermannstädter Salami spezialisierter Metzger des 20. Jahrhunderts, spendete diese Büste der Stadt. Die Büste wurde zunächst zum 150. Geburtstag des Schriftstellers im Stadtpark enthüllt.
Genießen Sie einen ruhigen Moment auf einer der Bänke an dem Springbrunnen. Gegenüber sehen Sie eine reich dekorierte Fassade mit Eisengittern vor den Fenstern. Dieses Haus gehörte dem Bürgermeister Martin Hochmeister und hat u. a. auch Kaiser Joseph II. zu Gast gehabt. Im gleichen Haus wuchs auch der Enkel von Martin Hochmeister, Emil Sigerus, auf. Emil Sigerus verdanken wir die Chronik der Stadt Hermannstadt von 1100 bis 1929.
Nachdem sie die Wintergasse (Strada Timotei Popovici) überquert haben, sehen Sie auf der rechten Seite den Sitz der Staatsarchivs. Der von Architekt Josef Bedeus von Scharberg im Stil der Jahrhundertwende mit eklektischen Elementen ausgeführte Bau stammt aus den frühen 20-er Jahren des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde als Archiv der Sächsischen Nationsuniversität entworfen und gebaut. Der Verwaltungstrakt ist durch einen dreiachsigen Verbindungskorridor von dem Archivdepot getrennt, für den Fall eines Brandes. Dieses Gebäude ist das erste in Rumänien gebaute Haus, welches diesem Zweck diente. Es bewahrt Dokumente aus der Zeitspanne 1292 bis 1984. An der Fassade erkennt man einen dekorativen Fries mit den Wappen der Stadt Hermannstadt, des Verwaltungskreises Hermannstadt und Siebenbürgens.
Die Armbrustergasse führt Sie durch das Generalloch, wie der Durchgang unter dem ehemaligen Haus des Kommandierenden Generals von Siebenbürgen im Volksmund genannt wird, zurück auf den Großen Ring.
🤔 Wussten Sie, dass:
🔎 die Armbrustergasse 1872 nach dem Komes Mathias Ambruster benannt wurde, von 1947 bis 1970 den Namen „F.D. Roosevelt“ und von 1870 bis 1872 die Bezeichnung „Generalskommandogasse“ trug.
🔎 am Schillerplatz mehr als 200 Jahre lang eine Mühle gestanden hat?
🔎 das Haus mit der Schillerbüste sich im Besitz von Gustav Dietrich befand? Dieser hat das Haus an die gleichnamige Stiftung vererbt.
Piata Schiller 1, Piața Friedrich Schiller 1, Sibiu 557260, Romania
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Hermannstadt wurde erstmals am 20. Dezember 1191 in einer päpstlichen Urkunde unter dem Namen „Cibinium“ erwähnt. Die Siedlung wurde im 12. Jahrhundert von Sachsen gegründet, die auf Einladung von König Géza II. nach Südsiebenbürgen kamen, um die Grenzen von Ungarn zu verteidigen. Als Gegenleistung für ihre militärischen Dienste wurden die Sachsen mit Privilegien bedacht. Die Goldene Bulle, die 1224 von König Andreas II. von Ungarn ausgegeben wurde, legte einige dieser Privilegien fest.
Im Jahr 1366 wurde die Stadt zum ersten Mal unter dem Namen „Hermannstadt“ urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit hatte die Stadt etwa 1900 Einwohner sowie 13 Handwerkszünfte, die zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt maßgeblich beitrugen. In demselben Jahrhundert wurden auch schon ein Spital, eine Bibliothek, eine Schule und eine Münzanstalt erwähnt. Als Folge der wirtschaftlichen Entwicklung, der Urbanisierung und der Vollendung des Festungssystems wurde Hermannstadt im Jahre 1692 zur Hauptstadt Siebenbürgens erklärt. Bis 1791 blieb dieser Status erhalten. Hermannstadt hielt mit den anderen Städten der damaligen Zeit Schritt und entwickelte sich weiter. Im darauffolgenden Jahrhundert wurde das erste öffentliche Museum in Südosteuropa eröffnet (1817), die Eisenbahnstrecke Hermannstadt – Klein-Kopisch gebaut (1872) und die Elektrizität eingeführt (1897).
Der 1. Dezember 1918 markiert die Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien und somit einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Stadt. Die ethnische Struktur von Hermannstadt veränderte sich ebenfalls. Es folgte eine massive Auswanderung der sächsischen Bevölkerung und eine Zuwanderung von Rumänen aus anderen Regionen. Die Stadt passte sich dem Zeitalter der Industrialisierung an.
Im Dezember 1989 war Hermannstadt eine der ersten Städte des Landes, die sich der Revolution gegen das kommunistische Regime in Rumänien anschloss.
Im Jahr 2007, als Rumänien der Europäischen Union beitrat, war Hermannstadt in Partnerschaft mit Luxemburg und der Großregion Europäische Kulturhauptstadt. 2011 wurde Hermannstadt als einziges Reiseziel in ganz Rumänien mit 3 Michelin-Sternen ausgezeichnet. 2019 erhielt auch das ASTRA Museum ebenso viele Michelin-Sterne.
Der 9. Mai 2019 ist dank des hier abgehaltenen informellen Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in die Geschichte von Hermannstadt eingegangen. 2019 wurde die gesamte Region zur Europäischen Gastronomieregion ernannt.
Im Juni 2019 besuchte Papst Franziskus anlässlich seiner apostolischen Reise nach Rumänien auch Hermannstadt.
2021 - 2022 ist Hermannstadt die Europäische Hauptstadt des Wanderns.
🤔 Wussten Sie schon?
🔍 Hermannstadt besitzt eine Chronik der wichtigsten Ereignisse von 1100 bis 1929, welche von dem Historiker, Ethnographen und Schriftsteller Emil Sigerus (1854 - 1947) verfasst wurde.
🔍 Einige der wichtigsten Daten in der Geschichte der Stadt und des heutigen Rumäniens sind: 1494 - die erste Apotheke, 1525 - die erste Druckerei, 1534 - die erste Papierfabrik, 1544 - das erste Buch in rumänischer Sprache, 1555 - Conrad Haas entwickelte die erste Mehrstufenrakete auf der Welt; 1717 - die erste Bierbrauerei.
🔍 Zu den kollektiven Rechten der Siebenbürger Sachsen zählten die Steuerfreiheit und das Recht, den Königsrichter und später den Bürgermeister der Stadt frei zu wählen.
🔍 Einer der Spitznamen von Hermannstadt ist „Rote Stadt“. Diesen Namen erhielt die Stadt nach mehreren gescheiterten Belagerungen durch die Osmanen, vielleicht wegen den roten Ziegelmauern.
Piața Mare, Sibiu, Romania
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Dieses Gebäude ist einzigartig auf dem Großen Ring. Die Fassade besteht aus einem hohen Tor und einem hohen Dach bestehend aus zwei Stufen. Diese Elemente deuten auf die Zeitspanne hin, in der die Bauarbeiten stattfanden: österreichischer Spätbarock - 18. Jahrhundert in Siebenbürgen. Dieses solide Gebäude beherbergt das erste öffentliche Museum aus Südosteuropa und das dritte der Welt. Das Museum wurde 1817 für die Besucher geöffnet, 14 Jahre nach dem Tod Gründers, Baron Samuel von Brukenthal.
Brukenthal ist einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Geschichte Hermannstadts und Siebenbürgens. Am Hof der Kaiserin Maria Theresia war er der Vertreter der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft und später wurde er Berater der Kaiserin. 1777-1787 war er Gubernator von Siebenbürgen.
Seine Leidenschaft für Kunst, Literatur, Kartographie, Münzkunde und Wissenschaften machte aus ihm einen Sammler von Kunst, Büchern, Münzen, Mineralien und von weiteren Wertsachen, die in seinem Palais am Großen Ring untergebracht wurden. Er kämpfte gegen das neue Verwaltungssystem von Kaiser Joseph II., zwecks des Erhalts der Rechte der Nationen in Siebenbürgen.
Brukenthal beschäftigte sich auch mit der Entwicklung der Landwirtschaft und mit der Viehzucht.
Piața Mare 4 - 5, Sibiu 550163, Romania
Wohnung im Hotel
Die 4CENTER Apartments sind ein kürzlich renoviertes Anwesen in Sibiu in der Nähe von Piata Mare Sibiu, der Treppenpassage und dem Union Square. Für den Komfort der Gäste verfügt das Apartment über einen eigenen Eingang. Das Apartment verfügt über Familienzimmer.
Jede Einheit ist mit einer Mikrowelle, einem Kühlschrank, einer Kaffeemaschine sowie Küchenutensilien und einem Wasserkocher ausgestattet. Die Einheiten des Apartmentkomplexes verfügen über ein eigenes Bad mit einer Dusche und Hausschuhen sowie kostenloses WLAN. In allen Einheiten des Apartmentkomplexes sind Bettwäsche und Handtücher vorhanden.
Zu den beliebten Sehenswürdigkeiten in der Nähe des Apartments zählen der Rathausturm von Sibiu, der Albert-Huet-Platz und die Lügenbrücke. Der nächstgelegene Flughafen ist der internationale Flughafen Sibiu, 4 km vom 4CENTER Apartments entfernt.
Strada Tipografilor 24, Sibiu 557260, România
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Beim Verlassen des Touristeninformationszentrums betreten Sie den Großen Ring, das Herz der Stadt. Dieser hat sich über die Jahrhunderte, entsprechend der geschichtlichen Ereignisse verwandelt. Die Konturen dieses Platzes konkretisieren sich nachdem Hermannstadt das Recht erhalten hat, regelmäßige Märkte zu organisieren. Nachdem Hermannstadt auch das Recht der Gerichtsbarkeit erhielt, fanden bis ins 18. Jahrhundert hier auch die öffentlichen Hinrichtungen statt. Auf dem Großen Ring wurden auch die städtischen Getreidekammern angelegt. Die Standorte dieser Getreidekammern sind heute durch fünf schwarze Marmorplatten sichtbar gemacht. Nicht weit von hier sehen Sie ein aus roten Steinen markiertes, Pentagon welches den ehemaligen Standort der Statue von Johannes von Nepomuk darstellt. Einige Schritte weiter erinnert eine Gedenktafel an die gefallenen Helden der Revolution 1989. Daneben markiert ein Kreis aus roten Steinen die Stelle des ersten Röhrenbrunnens der Stadt. Von 1984 bis 2004 hat die Statue des Pädagogen Gheorghe Lazăr den Großen Ring beherrscht. Heute steht eine neue Version der Statue von Gheorghe Lazăr vor dem Ratturm. Gen Osten markiert ein weiterer roter Kreis den Ort des Prangers, geschmückt mit einer Säule, auf der die Rolands Statue stand. Dieser symbolisierte die Autorität und die legislative Autonomie Hermannstadts.
Stellen Sie sich die vielen Generationen vor, die zu Fuß, in Pferdekutschen, Omnibussen, Straßenbahn und Autos über den Großen Ring gingen und fuhren, um sich hier zu treffen.
Hier hatten die Bürger die Möglichkeit gehabt, bei öffentlichen Hinrichtungen bis zu Feiern wichtiger Städteereignisse dabei zu sein.
Das heutige Aussehen des Großen Rings spiegelt die Geschichte und Kultur der Stadt wieder.
🤔 Wussten Sie dass:
🔎 der Große Ring 142 Meter lang und 93 Meter breit ist?
🔎 auf dem Großen Ring im 18. Jahrhundert das „Narrenhäusel“ aufgestellt wurde, wo diejenigen ,,ausgestellt“ wurden, welche die Nachtruhe störten?
🔎 die 1734 auf dem Großen Ring aufgestellte Nepomukstatue 1948 abgetragen wurde und heute im Innenhof des ehemaligen Jesuitenklosters (heute römisch-katholisches Stadtpfarramt) steht?
Piața Mare, Sibiu, Romania
Restaurant
Open
The panorama of Sibiu as seen from the 11th floor is impressive and the 585 Fusion restaurant of the Golden Tulip Ana Tower Sibiu hotel creates a new perspective on Sibiu, offered by the height of the 585 meters altitude above the sea level.
Strada Școala de Înot, nr. 2, Sibiu, Romania