10 neue Wandmalereien werden nach SISAF Teil der kulturellen Identität von Hermannstadt


Das Internationale Festival für Straßenkunst aus Hermannstadt (SISAF) ist eines der Stadtprojekte, worüber wir uns nicht nur an den Veranstaltungstagen, sondern jeden Tag nach der Beendigung des Festivals freuen.   In diesem Jahr, nach der 7. Auflage des Festivals, ziehen wir Bilanz und schauen uns, welche aus den 10 neuen Wandmalereien zum Thema „Re:Think“ (Um:Denken) uns am meisten beeindrucken. Uns haben sie alle beeindruckt! :) Jede Wandmalerei ist etwas Besonderes, sendet eine Botschaft und skizziert eine Geschichte.

Die diesjährige Auflage von SISAF zeichnete sich durch folgende neue Straßenkunststücke aus:

◆ das erste Wandgedicht aus der Geschichte des Festivals, die mithilfe der Augmentierten Realität zum Leben geweckt wurde

◆ eine 600 Meter lange bemalte Mauer im Kogălniceanu-Viertel

◆ 2 Malereien an der Mauer des Octavian-Goga-Gymnasiums, eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen in Hermannstadt

◆ 5 großflächige Wandmalereien an Wohnblockfassaden 

◆ Straßenkunstwerke am Zibinufer und an einer Heizungsanlage im Vasile-Aaron-Viertel


Die Straßenkunstgalerie im Freien, ein landes- und weltbekanntes Wahrzeichen Hermannstadts, umfasst derzeit 106 Wandmalereien und nicht weniger als 11.600 Quadratmeter Farbe in der ganzen Stadt.


⇢ Wenn man liebt / Ein augmentiertes Wandgedicht

Auch in diesem Jahr wurde die Tradition der Bemalung von Bildungseinrichtungen weitergeführt, und zwar an einem neuen Ort. Das Octavian-Goga-Gymnasium aus Hermannstadt stellte den Künstlern zwei Mauer zur Verfügung. Die Gruppe „unu unu unu invers unu“, eine von Lumi Mihai und Mugur Grosu ins Leben gerufene kreative Initiative, bietet uns das erste Wandgedicht im Rahmen des Festivals. Das modernistische Gedicht „Wenn man liebt“ wird uns als Tetris-Spiel dargestellt und lädt die Betrachter ein, sich die Botschaft anzuschauen und diese zu entschlüsseln.


Das Kunstwerk wird mittels Augmentierter Realität durch eine weitere Dimension zur ursprünglichen Malerei erweitert. Beim Scannen des QR-Codes am Ort oder beim Abrufen des Links https://bit.ly/SISAF2021-augmented wird die Wandmalerei durch dynamische, kontextuelle Animationen zum Leben erweckt.

⇢ Der Weltbaum

An einer angrenzenden Wand präsentiert Harcea Pacea „The Planetary Tree“ (Der Weltbaum), eine visuelle Umsetzung einer Botschaft, die uns dazu ermutigt, „die Beziehung zwischen Mensch und Natur neu zu überdenken, von einer vorwiegend auf Wettbewerb, Parasitismus und Ausbeutung beruhenden Beziehung hin zu einer Beziehung, die auf gegenseitigem Respekt, Verantwortung und Gleichgewicht basiert“.

⇢ Equilibrium

Eine weitere gut sichtbare Wandmalerei befindet sich an einem Gebäude am Zibinufer in der Metalurgiștilor-Straße (Nr. 1-3). Die aus 5 rumänischen Künstlern bestehende Gruppe V Light Crew überrascht uns mit einem Spiel der Kontraste. Das Kunstwerk mit dem Titel „Equilibrium“ handelt vom Wunsch nach einem Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur, das wir wiederherstellen sollten, damit unser Planet nicht länger leidet.

⇢ Symbiosis

In der Nähe eines Wohnblocks im Mihail-Kogălniceanu-Viertel befindet sich eine Mauer mit einer Gesamtfläche von etwa 600 Metern, über die sich Anwohner derzeit freuen können. Die Mauer befindet sich in der Partenie-Cosma-Straße und ist von den Künstlern Adrian Luță und PARA komplett in Farben bemalt worden. Die Wandmalerei besteht sowohl aus abstrakten Elementen mit ästhetischer und bindender Funktion als auch aus einer Reihe ungewöhnlicher Porträts: das Gesicht von Kogălniceanu mit weit ausgebreiteten Armen, das im Zeichen des Kubismus und unter Verwendung der 3D-Technik angefertigt wurde, sowie andere Figuren, die mit dem Betrachter interagieren und zu den Stars lustiger Fotos werden können.

⇢ Re:Play

Auch in diesem Jahr stand die Bemalung von Wohnblockfassaden im Mittelpunkt der Bemühungen der Veranstalter, den Menschen vor Ort den Zugang zur Kunst zu erleichtern.


ATOMA, eine der meistgeschätzten Künstlerinnen des Festivals in den vergangenen Jahren, überrascht uns in der Ion-Neculce-Straße mit ihrer Vision von der Stellung des Menschen in der Gesellschaft, der „in der Zukunft ein Sicherheitsnetz sucht, um die Ungewissheit der Gegenwart zu überwinden“. Gleichzeitig befasst sich die Künstlerin in ihrem Werk mit der Entwicklung des modernen Menschen, indem sie mehrere Hypostasen miteinander in Beziehung setzt: Abwesenheit - Anwesenheit, real - virtuell, Technologie - Tradition.

⇢ The Box

⇢ Same morning but different perspective

⇢ Nasca One

⇢ Care

⇢ Re:Think

Siehe alle Straßenkunstwerke von SISAF

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